Yogalehrer sind Therapeuten

13.03.2016

Meine Vision: Eine gesunde & fröhliche Welt 

Seit dem ich denken kann, liegt meine ganze Leidenschaft in der Gesunderhaltung meiner Mitmenschen. Schon als kleines Mädchen beobachtete & kommentierte ich Körperbau & physiologische Besonderheiten meiner Mitmenschen und hatte großes Interesse an Wald und Wiesen. Die Ferien verbrachte ich immer bei meiner Oma auf dem Lande. Kränkelte ich, machte ich es meinen Lieben wirklich schwer, mir Medikamente zu verabreichen. Die natürliche Abneigung gegen alles, was ich nicht selbst zusammengerührt und gekocht habe, begleitet mich bis heute. Schmerzmittel gibt es für mich nur, wenn ein Notfallmediziner mich mit ernstem Blick anschaut. Ansonsten helfe ich meinem Körper mit der guten alten Hausapotheke meiner Omi. Hier finden sich Kartoffelwickel, Hühnersüppchen und natürlich vieeel frische Luft und Bewegung wieder.

Mein akademischer Weg führte mich, wie kann es auch anders sein in die Heilmedizin. Begonnen habe ich mit Sportwissenschaften, der Sportmedizin & Therapie Part fesselte mich besonders, wenn auch noch fernab von meinem heutigen Weg war. Im Hauptstudium wählte ich den Schwerpunkt Healthcaremanegement weil „ Kind du musst doch was Anständiges machen“ mir immer wieder in den Ohren klingelte. Doch bereits damals wusste ich, die Medizin als Wissenschaft wird mir auf meine Fragen: Wie geht echte Heilung? Muss Medizin wirklich so komplex sein? Welche Rolle spielt mein eigener Körper dabei? wohl keine Antwort geben können. Später und bis heute eröffnete mir die Osteopathie und dort speziell die craniosacrale Therapie zufrieden stellende Antworten und auch erste Heilerfolge sowohl bei chronischen als auch bei komplexen Erkrankungen. Der Austausch mit wunderbaren systemisch arbeitenden Naturheilkundlern und ganzheitlichen Therapeuten (z.B. Grinberg und Familienaufstellungen) ergänzen bis heute meine Arbeit und bereichern die Suche nach dem heiligen Gral von Gesundsein im ganzheitlichen Sinne. Wenn ich ihn gefunden habe, erfahrt ihr es hier zuerst. 

Yogalehrer sind Therapeuten

Während meiner ganzen Studienzeit arbeitete ich bereits mit vielen, verschiedenen Menschen. „Nur“ sportlich, ich trainierte sie, ich unterrichtete sie und ich ja, ich therapierte sie auch. Zu Beginn hatte ich ja keine Ahnung, wie sehr ich als Yogalehrerin auch Therapeutin sein würde. Immer wieder und leider über die Jahre mehr und mehr (es werden bald 20) beobachtete ich Schüler in meinem Unterricht, blasses Gesicht, kraftlose Körperhaltung und traurige Augen. Was für ein schöner Moment und ein Geschenk an meine Arbeit, wenn sie mit einem Lächeln und einem Dankeschön meinen Kurs verlassen. Aber es finden sich auch Tränen und erste Gedanken zu Lebensveränderungen wieder. Zauberwörter wie "behutsam" und "verantwortlich" kommen mir in der Vorbereitung einer Yogaklasse immer wieder in den Sinn. Yogaübungen sind machtvoll und haben meist seelische Nebenwirkungen, die mit Gelassenheit betrachtet nur Gutes bringen. Aber Veränderungen brauchen Zeit. Und die nehmen sich die meisten leider nicht. Alles muss heute, hier und jetzt sein. Little by little. So kann jede Veränderungen heilsam wirken.

Medizin & Therapie ist Peoplebusiness

Wenn es um die eigene Gesundheit geht, "menschelt" es eben und erfordert ein hohes Maß an seelischem und therapeutischem Fingerspitzengefühl. MedizinerLehrer, Manager, Therapeuten und Fitnesstrainier aufgepasst, die Seele ist zu jeder Tageszeit dabei und macht oft, was sie will. Dann sind Vertragsverhandlungen, Prüfungssituationen oder eine Entspannungsphase beim Training einfach vergessen. Was raus will, muss raus. Übrigens war das der Leitsatz meiner Oma, wenn ich mal wieder zuviel wilden Sauerampfer genascht hatte. Wunderbar dieses alte Bauernwissen als der Ansatz der Naturheilkunde wieder zu finden. Eine mit Cortison zurückgedrängte Neurodermistis findet dann eben einen schmerzlicheren Weg. Denn was raus will, muss raus! Bitte versteht mich nicht falsch, die Notfallmedizin finde ich eine überlebenswichtige Errungenschaft unserer modernen Gesellschaft. Für meinen Geschmack wird in der täglichen ärztlichen Routine einfach zu schnell und gedankenlos verabreicht und herumgeschnippelt. Die Seelenhygiene kommt leider viel zu kurz und harmlose Anzeichen für später schwerwiegende Erkrankungen werden häufig übersehen oder medikamentös zurückgedrängt.

Selbstheilung ist kein Hokus Pokus, sondern Wissenschaft

Oder wie würdet ihr den wissenschaftlich anerkannten Placebo Effekt sonst bezeichnen?  Der Körper heilt sich, obwohl er einen Traubenzucker verabreicht bekommt. Aus diesen und noch viel mehr Gründen ist die Idee zu meinem Blog und der Name entstanden. Ich möchte euch an euren inneren Doktor erinnern und euch motivieren, euch eure eigenen Placebos zu verabreichen und so die Selbstheilungskräfte zu wecken. Viel mehr Menschen anstecken, positiv und voller Zuversicht in die Welt zu blicken. Das Leben ist soooo viel schöner, der Blick auf komplizierte Lebenssituationen soooo viel klarer mit einem wohligen Körpergefühl und einem freundlichen Umfeld.

Meine yogischen Rezept für mehr Leichtigkeit:

  • täglich Bewegung, die euch Freude und dieses wohlige Körpergefühl bringt
  • Umarmungen, Küsse und auch ein dankbares Lächeln großzügig verteilen - täglich
  • jeden Tag ein paar Minuten an der frischen Luft verbringen, auch im Winter
  • verschenkt eure Fernseher
  • vermeidet Daily News
  • und lasst euch lieber von ehrlichen Blogs und echten Gesprächen mit guten Menschen inspirieren 

und schon bald werdet ihr eurer inneren Arzt begegnen und einbeziehen können.

Leichtigkeit & Zuversicht
Melanie

Melanie Alberti

Melanie v. Alberti liebt, lebt und praktiziert in Berlin. Sie kuriert ihre Schüler mit craniosacraler Körperarbeit und Medical Yoga. 

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