Apotheke Mensch

07.10.2017

Körpereigene Drogen – heilsame Biochemie deiner Organe & Emotionen

Unsere Gehirnchemie ist bis heute der geheimnisvollste Bereich im menschlichen Organismus. Hast du eine Vorstellung vom biochemische Gewusel in deinem Körper? In Gehirn und Rückenmark leben mehr als 100 Milliarden Nervenzellen und nochmal so viel Zellgewebe. Alle kommunizieren über Sinne und Moleküle miteinander, auch wenn du schläfst. Diese lebenswichtigen Moleküle werden Botenstoffe oder auch Neurotransmitter genannt.

Sekündlich werden Unmengen an Informationen von deinen Organen angenommen und von körpereigenen Botenstoffen (Neurotransmitter) über Nerven, Rückenmark und Gehirn verarbeitet und weitergegeben. Dein Nervensystem arbeitet präziser als der leistungsfähigste Computer (programmiert von einem bisher unbekannten Genius). Es braucht lediglich täglich frische Luft, Sonnenlicht und menschliche Zuwendung.

Vorab zum Dilemma der Hirnforschung

Ok, mein Nervensystem ist an Komplexität und Selbststeuerung kaum zu übertreffen. Verständlich das Dilemma der modernen Hirnforschung: Als Mensch kann ich die theoretische Erforschung des Gehirns „nur“ mit Hilfe meines eigenen Gehirns betreiben!“ Theoretisch ist mein Gehirn ja gleichzeitig Objekt der Forschung. Vor allem weil „die Objektivität“ in der materialistisch orientierten Wissenschaft als Leitprinzip oberste Priorität hat und „die Subjektivität“ wissenschaftlich wertlos ist.

Derzeit steht also der Mensch als Zusammenspiel von Nervenzellen, Synapsen und Transmittern (Botenstoffe = körpereigenen Drogen) der Interaktion von Geist und Psyche gegenüber?

Botenstoffe – Moleküle meines Lebens.

Bedeutet das, meine menschlichen Wesenszüge und Talente sind an biochemische Prozesse gebunden? Wären dann körpereigenen Drogen (Botenstoffe) aus moderner Sicht nicht die molekulare Basis für meine Gefühle und Gedanken, Wahrnehmung, Verhalten und Willen?

Das hieße wiederum, jeder Mensch hat die Macht (Selbstheilungskräfte) Gesundheit und Wohlbefinden aus sich selbst heraus zu erhalten und Krankheiten wie Krebs, Asthma oder Depressionen mittels kraftvoller Gedanken und körperlichen Aktivität zu heilen (Placebo = Selbstheilungsmechanismus = „… messbarer neurologischer Vorgang im Gehirn“. Dr. Karin Meißner)

Also WARUM nehmen wir nicht die vielen, vielen Forschungsgelder der Medizin und finden zeitnah heraus, wie der Mensch durch Yoga, craniosacrale Körperarbeit, gesunde Ernährung, Meditation usw. seine körpereigenen Substanzen sinnvoll beeinflussen kann!

Aufgrund dieses wissenschaftlichen Dilemmas bin ich ein großer Fan von Selbstexperimenten. Ausprobieren und Beobachten. Was macht zum Beispiel die Shitali (Zungenatmung aus dem Medical Yoga) oder eine craniosacrale Körperarbeit mit meinem Nervensystem bei zu wenig Tageslicht und Bewegung?

Die Erkenntnisse verblüffen mich seit Jahren und machen mich mutig, diesen Artikel für euch zu verfassen. Und eins ist sicher, alle Alternativen, nicht manipulativen Heilmethoden sind frei von Nebenwirkungen. Also warum nicht ausprobieren? Im Besten Fall wirst du gesund, im Anderen passiert einfach nichts. Letzteres habe ich übrigens noch nicht erlebt!!!

Und ja, es gibt sie, die körpereigenen Drogen, die auf natürlichem Wege deine Selbstheilungsmechanismen wieder in Gang bringen. Kollegen aus Neurowissenschaften und Biologie, hatten bereits den Mut, folgende Wahrheiten zu formulieren:

„Jedes Blutbild ist so aktuell, wie unsere Zeitrechnung“ … Prof. Dr. Luppa

„Ein Protein steuert unsere innere Uhr“ Nobelpreis Medizin 2017 http://bit.ly/2kgM3RT

„Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit körpereigene Drogen zu produzieren!“ Buchtipp: http://amzn.to/2xlH7RC

„Jeder Mensch ist so einzigartig, wie sein Fingerabdruck“ Melanie v. Alberti :)

Im Folgenden findest du wissenswerte Details über deine körpereigenen Drogen (Botenstoffe/Neurotransmitter), warum es Sinn macht für dein Nervensystem gut zu sorgen und wie du dir deine körpereigenen Substanzen heilsam zu Nutze machen kannst.

Dein Nervensystem kann endogene (körpereigene) Drogen produzieren!

Täglich beeinflussen Millionen Menschen Körper und Gehirn mit Schmerzmitteln und Psychopharmaka. Obwohl der Wissenschaft seit mehr als 90 Jahren bekannt ist, dass unser menschliches Gehirn eigenen Drogen herstellt. Doch Überraschung, eine Medizin ohne Medikamente ist für die moderne Pharmakologie nicht darstellbar. Die Möglichkeiten unseres Nervensystems, derartige innere Substanzen zu mobilisieren sind in unveröffentlichten Studien schon längst belegt.

Die schier grenzenlosen Kapazitäten unseres Gehirns, die jeden Computer weit übertreffen, werden von uns Menschen viel zu selten genutzt. Für mich faszinierend ist die kaum bekannte Tatsache, dass das menschliche Gehirn durch verschiedene Techniken z. B. schmerzstillende (Morphium ähnliche), angstlösende (Valium ähnliche) oder allgemein aktivierende, energiesteigernde Substanzen bilden kann. Mit Hilfe von Medical Yoga, Schlafentzug, Meditation, Trance, Ausleben, Fasten, frische Lebensmittel, Kuscheln usw. kannst du gezielt deine eigenen energiesteigernden, schmerzstillenden, angstlösenden, wachmachenden und beruhigenden Substanzen herstellen.

Eine wunderbare Vorstellung und ganz neue Perspektiven für eine humanere Medizin wie ich finde. Und Tier- und Menschenversuche mit atemraubenden Nebenwirkungen werden überflüssig.

Folgende seelische & körperliche Störungen infolge von Mangel oder Überschuss an Botenstoffen können entstehen:

  • Erschöpfung und Konzentrationsstörungen
  • Rückenschmerzen, Neuralgien und Muskelverspannungen
  • Tumore
  • Gedächtnis – und Konzentrationsstörungen
  • Alzheimer, Parkinson
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Innere Unruhe, Autoaggressionen
  • Angststörungen
  • Antriebslosigkeit
  • Dauerschmerzen, Migräne
  • Sexuelle Störungen
  • Herz- Kreislauf Probleme, Hypertonie
  • Diabetes, Stoffwechselstörungen
  • Asthma – und Allergien
  • Über – und Untergewicht
  • Immunerkrankungen
  • Magen – Darm Dysfunktionen
  • Wahrnehmungs – und Bewusstseinsstörungen
  • Gestörte Selbstwertregulation
  • Sinnlosigkeit und spirituelle Krisen

6 brauchbare körpereigene Drogen, um deinen Großstadtalltag gut zu meistern

Belastbar, entspannt und gut gelaunt sollen wir sein. Läuft es anders, helfen wir schnell nach. Dabei gibt es für jedes Gefühl, jedes Symptom einen biochemischen Grund. Und wenn nötig produziert der Körper die besten Drogen selbst. Lerne deinen Körper und deine körpereigenen Drogen neu kennen. Dein Nervensystem weiß am besten, was es braucht um das Zulaut, Zustressig und Zuverschmutzt der Großstadt auszubalancieren. Verstehst du das Verlangen deines Körpers besser, kannst du dieses Bedürfnis mit frischer Nahrung, wissenswerter Literatur, leisen Momenten und guten Menschen auch stillen.

So lernst du deine inneren Substanzen bewusst lenken und fördern. Name, Wirkungsweise und wie du deine Botenstoffe aktivieren kannst, habe ich für dich zusammengetragen:

1 ENDORPHINE – schmerzfrei und mutig

… sind von deinem Körper selbsthergestellte opium- und morphiumähnliche Substanzen, die Schmerzen lindern und Bedenken zerstreuen. Neben der Schmerzempfindung beeinflussen Endorphine deinen Hunger und deine Stimmung. Bewegung, schöne Momente aber auch Notsituationen und Verletzungen heben dein Endorphin Level im Körper. Endorphine werden übrigens auch bei der bloßen Vorstellung oben genannter Ereignisse ausgeschüttet. Übrigens ein Erklärungsansatz für das Placebo Phänomen (Selbstheilungsmechanismus). Die Hoffnung auf Genesung regt dein Gehirn zur Produktion von Endorphinen an.

Endorphine wirken:

  • Sinne verstärkend, vor allem Sehen und Riechen
  • Angst lösend
  • Schmerz hemmend
  • Deine Atmung beruhigend, deine Lungen erweiternd, Darm beruhigend, Blutdruck senkend, Körpertemperatur erhöhend
  • Hunger und Durst verstärkend
  • Schlaffördernd,
  • Gemüt beruhigend

So aktivierst du deine körpereigenen Endorphine:

  • Medical Yoga (vorwiegend Rückbeugen und Standposen)
  • Beobachtende Achtsamkeit (Essen mit allen Sinnen genießen)
  • Reizüberflutung oder Reizentzug
  • Tanzen, Laufen und Schwimmen
  • Imaginieren von schönen und aufregenden Erlebnissen
  • Craniosacrale Körperarbeit

Wichtig: Schultergelenke, Kniegelenke, Wirbelsäule, Lungen, Herz, Unterkiefer und Hypophyse beeinflussen besonders deinen Endorphin Haushalt. 

Dosierungsempfehlung:

11:00- 13:00/ 19:00- 21:00 bei Bedarf morgens oder abends 1x täglich 2-3 Wochen, dann 2-3x pro Woche

2 SEROTONIN – zuversichtlich und gelassen

Serotonin ist dein Wohlfühlhormon. Seelisches Wohlbefinden ist vor allem an deinen Hormonhaushalt und besonders an deinen Serotoninspiegel im Gehirn gebunden. Glücklicherweise lässt er sich ganz einfach über Sonnenstrahlen und eine frische Ernährung beeinflussen.

Auch wichtig, wie du deine Mahlzeiten zubereitest (im Ayurveda schon seit 5000 Jahren bekannt). Die Stimmung in der du dir ein Süppchen kochst bestimmt, ob in deinem Gehirn ausreichend Serotonin gebildet werden kann. Herrscht umgekehrt im Oberstübchen ein Mangel an Serotonin, dann sinkt deine Stimmung schnell in den Keller. Versetze dich öfter in den Zustand entspannter Zufriedenheit und nimm dir ausgiebig Zeit zum Kochen und Anrichten. So meisterst du mit Bravur dein Seelenleben, auch in Zeiten von weniger Sonne und Tageslicht. Probier´s gleich heute Abend.

Serotonin bewirkt:

  • Innere Gelassenheit und Ruhe
  • Schlaf fördernd und antidepressiv
  • ebenfalls Schmerz lindernd
  • Ängste lösend
  • Immunsystem stärkend
  • Fördert Resilienz (erhöht Stresspuffer)

So aktivierst du deine körpereigene Droge Serotonin:

  • Aromatherapie (Fenchel, Lavendel, Patchouliöl)
  • Sonnenbaden (mindestens 1h)
  • Gelbe Brille
  • Lieblingsmusik (harmonisch und ruhig)
  • Tai Chi und Qigong
  • Kraftorte aufsuchen
  • Jahreszeiten, vor allem Frühling und Herbst bewusst erleben
  • Poesie (beschaulich - aufbauend)
  • Medical Yoga (Shitali in Verbindung mit Umkehrhaltungen, Twists und Vorbeugen)
  • Meditation
  • Fleischarme Ernährung

Wichtig: Füße, Becken, deine Augen und deine Halswirbelsäule sind besonders spannend beim Steuern deines Serotoninspiegels.

Dosierungsempfehlung:

6:00- 8:00 / 9:00-11:00 bei akutem Bedarf täglich über 2-3 Monate, ansonsten 2-3x pro Woche

3 ACETYLCHOLIN – vernünftig und intelligent

Acetylcholin ist die Substanz, die deine Vernunft trägt, Gedanken formt und dich Kritik annehmen lässt. Einer der wichtigsten Neurotransmitter in der Impulsübertragung, wichtig für alle deine Muskelarbeiten. ACh beeinflusst erheblich deine Gehirnaktivitäten, daher ist ein entscheidender Einfluss bei degenerativen Gehirnerkrankungen wie z.B. Alzheimer denkbar.

ACh wirkt:

  • Wahrnehmung äußerer Reize verstärkend
  • Gedächtnisarbeit und intellektuelle Leistungen (Kritik, Meinung, Einsicht usw.)
  • steuert sämtliche Muskelarbeit (neuromuskuläre Reizleitung)
  • reguliert Herzschlag und beeinflusst Speicheldrüsen, Lungen, Magen, Darm, Blase und Geschlechtsorgane (Erektion und Erregung)
  • Blutdruck senkend, Herzschlag verlangsamend
  • Verdauung fördernd
  • Körpersäfte anregend
  • steuert Schlaf – Wachrhythmus, aktiviert Hunger und Durst

So aktivierst du deine körpereigene Droge Acetylcholin:

  • Sport
  • Autogenes Training
  • Medical Yoga (Balancen, Binds)
  • Schadstoff arme Ernährung
  • Hirnjogging und komplexe Rechenaufgaben
  • Gedichte auswendig lernen, eine Rede halten
  • Rückwärtsgehen
  • Schach spielen
  • Tagträume
  • craniosacrale Osteopathie

Wichtig: Herz, Hände, Arme, deine Augen und Zunge sind besonders harmonisieren deines ACh Spiegels.

Dosierungsempfehlung:

11:00 – 13:00 bei akutem Bedarf täglich, morgens 1-2 Monate, ansonsten 1-2 pro Woche

4 OXYTOCIN – liebevoll, anhänglich und einfühlsam

Beginne deinen Tag mit einem Lächeln und einer Umarmung.  Als Hormon und Neurotransmitter beeinflusst Oxytocin vor allem Geburt und die Zeit danach, und später entscheidend unsere soziale Interaktion. Das dann übrigens auch beim Manne.

Oxytocin wirkt:

  • Blutdruck senkend
  • Gemüt beruhigend, Stress regulierend
  • Gewicht reduzierend
  • Wunden heilend
  • anregend für Nieren und Blase
  • hemmend auf Neoplasien = Krebs, Zysten, Gewächse usw)

So stimulierst du deine körpereigene Droge Oxytocin:

  • zärtliches Kuscheln, sexuelle (Selbst) Berührungen
  • erotische Fantasiereisen (Imaginieren)
  • nichtsexuelle Körperkontakte, Umarmungen, Küsschen und sanfte Massagen (Lomi Lomi, Abhyanga Ayurveda usw.)
  • craniosacrale Körperarbeit
  • sich selbst im Spiegel anlächeln
  • angelächelt werden
  • Katzen und Tiere streicheln
  • sich sexy fühlen
  • Aromatherapie (Geranium, Yohimbinöl (Huiii: stark aphrodisierend)
  • liebevolle menschliche Nähe
  • Wärme auf deiner Haut (Öle, Sauna, Dusche usw.)
  • Medical Yoga (Binds, Hüftöffner, Pranayama )

Wichtig: Füße, Becken, dein Brustkorb, Unterkiefer, Zunge und Ohren sind besonders spannend beim regulieren deines Oxytocin Pegels.

Dosierungsempfehlung:

9.00 – 11.00 täglich morgens präventiv

5 MELATONIN – schön und jung auch morgen noch

Dein körpereigenes Melatonin ist ein Ableger des Serotonins und steuert deine innere Uhr, Tag- Wach Rhythmus, deine Sexualität und deine Reproduktion. Melatonin wird im Schlaf und nur bei Dunkelheit über deine Zirbeldrüse ausgeschüttet. Schichtarbeiten, Zeitverschiebungen und die Wintermonate stören deinen Haushalt erheblich. Denn wenig Tageslicht begünstigt eine hohen Melatonin Pegel. Der führt zu Schlafstörungen nachts und Müdigkeit tagsüber. Unser Biorhythmus kommt völlig aus dem Gleichgewicht.   

Wichtig! Eine exogene Melatonin Einnahme bei Schlafstörungen zeigt bis heute widersprüchliche Ergebnisse und die Nebenwirkungen sind enorm. In der Schwangerschaft solltest du von einem Experimentieren mit deinem Melatonin Pegel Abstand nehmen.

Melatonin wirkt:

  • Biorhythmus erhaltend
  • Antioxidativ, d.h. Zell schützend
  • Blutdruck Qualität steigernd
  • Haut & Blutbild verjüngend
  • Wunden heilend
  • Anregend für Nieren und Blase
  • Neoplasien (Krebs, Zysten, Gewächse usw.) hemmend

So stimulierst du deine körpereigene Droge Melatonin:

  • für absolute Dunkelheit sorgen (ggf. Augenbinde)
  • Dunkelheit bei Flügen visualisieren
  • Meditationen der Stille
  • Faul sein üben
  • Vor dem zu Bett gehen ein warmes Bad, Fußbad oder eine Wärmflasche an die Füße legen
  • Vor dem Einschlafen beruhigende Gedanken, Gespräche oder ein entsprechendes Buch lesen
  • craniosacrale Körperarbeit
  • ab 20:00 kein TV oder Film anschauen, keine Screens mehr für die Augen
  • ggf. Homöopathie
  • Melatonin mobilisierende Aromatherapie z.B. Lavendel-, Melisse-, Zedern-, Orangen- und Neroliöl
  • Medical Yoga (Umkehrhaltung und Vorbeugen)
  • Tageslichtlampen oder Spaziergänge im Wintersonnenlicht um die Mittagszeit
  • Lerne deinen Biorhythmus besser kennen und lebe danach

Wichtig: Kniegelenke, Schädeldach, Kiefergelenke, Stirn und Augen sind besonders spannend beim regulieren deines Oxytocin Pegels.

Dosierungsempfehlung:

12:00-14:00 / 20:00-22:00 täglich abends präventiv und akut

6 DOPAMIN – kreativ und wach

Kleines Molekül mit großer Wirkung. Deine Talente und Eigenschaften gestalten sich vor allem durch diesen faszinierenden Botenstoff. Dein Gesichtsausdruck, wie du dich bewegst und Zusammenhänge erkennen und auf die dümmsten Ideen kommen hängen von deiner Dopaminfülle ab. Je mehr vorhanden, desto stärker bist du seelisch und immunologisch.

Wichtig: Dopamin blockierende Medikamente (sogenannte Neuroleptika) können schwere psychische und physische Schäden auslösen. Nach der Contergan Katastrophe wurde 1985 ein weiterer Medikamentenskandal publik gemacht, nach mehr als 30 Jahren. Schätzungen zufolge schlucken bis heute mehr als 1 Mio Menschen in Deutschland täglich Dopaminblocker.

Dopamin wirkt:

  • Seelisch und körperlich aktivierend/antreibend
  • Erhöhte Spontanität
  • Reaktion und Konzentration steigernd
  • Aufmerksamkeit und Wachheit erhöhend
  • Stimmung hebend
  • verbesserte Sinneswahrnehmung
  • leichte Steigerung Lustempfindend
  • Gewicht reduzierend
  • Herz Kreislauf stabilisierend
  • Vegetativ harmonisierend
  • Stärkung Immunabwehr
  • Harmonisierung deiner Feinmotorik

So stimulierst du deine körpereigene Droge Dopamin:

  • Ausagieren (d.h. Selbstkontrolle ablegen und Stimmungen auch mal ausleben)
  • Gefühlen und Gedanken freien Lauf lassen
  • Grinberg Methode
  • Ekstatisches Tanzen
  • Musik, die eine tief bewegt hören oder selbst musizieren
  • Reisen in fremde und ferne Kulturen
  • Tapetenwechsel
  • Verliebt sein
  • Maskenbälle, Verkleiden
  • Gong spielen lernen
  • Unmögliches denken und Ausprobieren
  • Medical Yoga (Rückbeugen, Binds, Pranayama z.B. Kapalabhati)

Wichtig: Zwerchfell, Hüftgelenke, Schultergelenke, Leber und Milz sind besonders spannend beim regulieren deines Oxytocin Pegels.

Dosierungsempfehlung:

09:00-13:00 täglich präventiv

Im Oktober: Checke und optimiere deine Körperchemie täglich!

Such dir eine deiner Botenstoffe aus, und gib dir 4 Wochen Zeit. Dokumentiere:

- in welchem körperlichen und seelischen Zustand befindest du dich? 

- welcher der 6 Botenstoffe braucht deine Aufmerksamkeit?

- Welche Technik wählst du für die kommenden Wochen? Bleib dabei.

- Datum und Uhrzeit deiner Technik/en?

- welche Erfahrungen und Beobachtungen machst du und welches Feedback bekommst du von deinem Umfeld

- körperlicher und seelischer Zustand in 4 Wochen, was hat sich für dich verändert

Lass Taten sprechen

Bei Allem Wissen, das du dir hier anliest, vergiss nicht: „Action are louder then words”. Mein Artikel entfaltet seine heilsame Wirkung, wenn du gleich heute damit beginnst, deinen Körper besser kennenzulernen. Welche endogenen Drogen möchtest du für dich mobilisieren? Wenn du dich selbst nicht motivieren kannst, dann finde eine(n) vertrauenswürdige(n) Menschen, der dich unterstützt. 

Natürlich begleitet dich auch gerne. Vor allem bei akuten und chronischen Beschwerden ist die craniosacrale Osteopathie eine sanfte Möglichkeit, die echte Ursache deiner Beschwerden herauszufinden und dann sanft zu beheben. Mehr zu meiner Arbeit findest du hier: „Sanfte Hände statt Medikamente“  

Und als tägliches HEILSAMES RITUAL  findest du hier meinen aktuellen Podcast „10 Minuten Meditation zum Optimieren deiner Körperchemie“.

Ich empfehle dir, experimentiere mutig mit dem heute angelesenen oder aufgefrischten Wissen und finde alleine oder mit Unterstützung heraus, wie du deine eigene Hausapotheke wieder in Gang bringen kannst. Es braucht tägliche Routine, Geduld und Mut, deinen inneren Substanzen wieder mehr zu vertrauen.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine heilsame Zeit der Selbstentdeckung. 

Melanie

 

PS: Um das biochemische doch sehr komplexe Wissenschaftsfeld der Neurophysiologie so verständlich wie möglich zu veranschaulichen, habe ich viele Fakten stark reduziert.

PPS: Der diesjährige Nobelpreis für Medizin ging an die Erforschung „Wie ein Protein unsere innere Uhr (Biorhythmus) steuert“ (http://www.faz.net/aktuell/wissen/nobelpreise/medizin-nobelpreis-2017-wie-ein-protein-unsere-innere-uhr-steuert-15227692.html) . Proteine sind im weiten Sinne Botenstoffe.

PPPS: WICHTIG WICHTIG WICHTIG! Dieser Artikel bezieht sich ist ausschließlich auf Alltagsbeschwerden! Akute Notfälle und lebensbedrohliche Erkrankungen bitte wie immer von einem verantwortungsbewussten Arzt oder Therapeuten gegen checken lassen.

 

QUELLEN und mehr zum Thema Selbstheilung lest ihr hier:

1. „Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit körpereigene Drogen zu produzieren!“ Buchtipp: http://amzn.to/2xlH7RC

2. Der kleine Doktor. http://bit.ly/2y03vzx

3. Meine Erfahrungen aus Yogatherapie und craniosacraler Osteopathie. Details zu meiner Arbeit findest du hier: http://melanievonalberti.com/

 

 

Melanie Alberti

Melanie v. Alberti liebt, lebt und praktiziert in Berlin. Sie kuriert ihre Schüler mit craniosacraler Körperarbeit und Medical Yoga. 

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